Zimmertüren
Die richtige Tür für jeden Raum
Bild: PRUEM Türen
Wer ein Haus renoviert oder modernisiert, kommt früher oder später an den Punkt, an dem es um die Zimmertüren geht. Sie sind weit mehr als nur funktionale Raumteiler – sie prägen das Erscheinungsbild eines Hauses entscheidend mit. Ob klassisch oder modern, schlicht oder mit Charakter: Die Auswahl ist groß. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Türtypen vor, die heute im Wohnbau üblich sind – und zeigen, worauf es dabei ankommt.
Auf den Inhalt kommt es an
Aufbau moderner Zimmertüren
Nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern vor allem der Aufbau einer Tür entscheidet über Qualität, Haltbarkeit und Gebrauchseigenschaften. Moderne Zimmertüren bestehen in der Regel aus einem Türblatt, einer Zarge und den passenden Beschlägen. Doch im Inneren des Türblatts gibt es große Unterschiede:
Wabeneinlage: Eine leichte Pappwabenstruktur sorgt für ein geringes Gewicht und ist die preiswerteste Variante. Sie eignet sich für einfache Zimmertüren mit geringer Beanspruchung.
Röhrenspansteg: Hier verlaufen längs stabile Stege aus Röhrenspanplatten. Diese Bauart bietet bereits mehr Stabilität und eine bessere Schalldämmung.
Röhrenspanplatte vollflächig: Eine durchgehende Platte aus Röhrenspan sorgt für hohe Stabilität, gute Schalldämmwerte und ein solides Türblatt – ein Standard bei hochwertigen Innentüren.
Massivholzfüllung: Die traditionelle und hochwertigste Bauweise. Türen mit massivem Kern sind besonders robust, langlebig und können mehrfach überarbeitet werden.
Welche Bauart die richtige ist, hängt vom Einsatzort, der Beanspruchung und dem gewünschten Komfort ab. Hier zeigt sich: Auf den Inhalt kommt es an.
Maße und DIN-Richtungen bei Zimmertüren – damit es passt
Damit eine Tür später perfekt sitzt, sind die richtigen Maße entscheidend. Standard-Zimmertüren haben oft eine Höhe von 198,5 cm und eine Breite zwischen 61 und 101 cm, aber es gibt zahlreiche Sondermaße. Ebenso wichtig ist die DIN-Richtung – also ob die Tür links oder rechts angeschlagen ist.
DIN links: Türgriff auf der rechten Seite, Tür öffnet nach innen zur linken Seite.
DIN rechts: Türgriff auf der linken Seite, Tür öffnet nach innen zur rechten Seite.
Ein kleiner Messfehler kann später zu teuren Anpassungen führen. Für eine detaillierte Anleitung zum richtigen Aufmaß können Sie hier klicken und unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung nutzen.
Klassische Zimmertüren – bewährt und vielseitig
Die klassische Zimmertür ist der Standard in den meisten Wohnungen und Häusern. Sie besteht aus einer stabilen Türzarge, einem Türblatt und Beschlägen. Moderne Türen dieser Art sind meist foliert, furniert, lackiert oder mit CPL-Oberfläche versehen – robust, pflegeleicht und langlebig.
Sie können glatt und schlicht gestaltet sein oder mit Profilierungen und Kassetten an den traditionellen Stil anknüpfen. Diese Türen sind universell einsetzbar, passen in nahezu jedes Raumkonzept und lassen sich mit unterschiedlichen Griffen und Bändern an den gewünschten Stil anpassen.
Vorteile klassischer Zimmertüren
Zimmertüren mit Lichtausschnitt – mehr Licht und Offenheit
Eine klassische Tür lässt sich durch einen oder mehrere Lichtausschnitte aufwerten. So gelangt Tageslicht auch in Flure oder innenliegende Räume, und der Raum wirkt heller und freundlicher.
Die Gestaltungsmöglichkeiten reichen von kleinen, dezenten Glasausschnitten bis hin zu großflächigen Einsätzen. Das Glas kann klar, satiniert oder mit Ornament versehen sein – je nachdem, wie viel Durchsicht gewünscht ist.
Vorteile:
mehr Licht und Offenheit im Raum
individuelle Gestaltung möglich
Kombination aus Holz und Glas
Zimmertüren als Schiebetüren – platzsparend und elegant
Wo klassische Türen zu viel Platz beanspruchen oder gestalterisch stören, sind Schiebetüren eine hervorragende Alternative. Sie laufen entlang der Wand oder verschwinden in einer Wandtasche – besonders praktisch in kleinen Räumen, Küchen oder modernen Wohnkonzepten mit offenen Grundrissen.
Schiebetüren gibt es aus Holz, Glas oder in Materialkombinationen. Sie können dezent wirken oder gezielt als Gestaltungselement eingesetzt werden. Auch barrierefreie Lösungen lassen sich mit Schiebetüren leichter umsetzen.
Vorteile:
platzsparend und funktional
modernes Erscheinungsbild
ideal bei Sanierungen und Raumteilern
Klassische Holztüren – traditionelles Handwerk und natürliche Wärme
Massivholztüren sind der Inbegriff traditioneller Bauweise. Sie bringen Wärme, Charakter und Wertigkeit ins Haus und lassen sich in nahezu jeder Stilrichtung fertigen – von schlicht bis aufwendig profiliert.
Sie sind langlebig, reparaturfreundlich und können bei Bedarf mehrfach aufgearbeitet werden. Besonders bei Altbausanierungen oder in Häusern mit klassischer Architektur sind Holztüren eine stilvolle Wahl.
Vorteile:
natürliche Ausstrahlung und hochwertige Haptik
extrem langlebig und nachhaltig
traditionelles Handwerk, individuell anpassbar
Zimmertüren aus Glas– Transparenz und modernes Wohnen
Glastüren schaffen eine offene, helle Atmosphäre und verbinden Räume auf elegante Weise. Sie eignen sich besonders für Wohnbereiche, Küchen oder Büros, wo Licht und Sichtverbindung gewünscht sind.
Erhältlich sind sie in klarer, satinierter oder ornamentierter Ausführung, mit oder ohne Dekor. Glastüren können als Dreh- oder Schiebetüren ausgeführt werden und sind trotz ihrer filigranen Anmutung sehr robust – dank Sicherheitsglas.
Vorteile:
maximale Lichtausbeute
modernes, leichtes Raumgefühl
pflegeleicht und langlebig
Tipp: Bei der Auswahl von Innentüren lohnt es sich, nicht nur auf das Design zu achten, sondern auch auf die Funktion.
Falttüren – flexibel bei wenig Platz
Falttüren sind eine interessante Lösung, wenn es auf jeden Zentimeter ankommt. Sie bestehen aus mehreren schmalen Elementen, die sich beim Öffnen seitlich zusammenfalten. Besonders in kleinen Wohnungen, Abstellräumen oder Dachschrägen können sie ihre Stärken ausspielen.
Falttüren sind funktional, benötigen kaum Platz und sind heute in deutlich hochwertigerer Ausführung erhältlich als früher. Auch sie gibt es aus Holz, Glas oder Kunststoff.
Vorteile:
ideal bei engen Platzverhältnissen
flexibel einsetzbar
moderne Varianten auch optisch ansprechend
Wichtige Kriterien
Schalldämmung, Oberflächenqualität, Pflegeaufwand und Barrierefreiheit können bei einer Renovierung entscheidende Kriterien sein.
RAL-Türen – Qualität, die man sehen und fühlen kann
Beim Kauf von Innentüren stoßen Bauherren häufig auf das RAL-Gütezeichen (RAL-GZ 430/431). Türen mit diesem Zeichen erfüllen definierte Anforderungen in Bezug auf:
Stabilität und Dauerhaltbarkeit
Maßhaltigkeit - die Tür passt genau in die Zarge
Funktionssicherheit – Beschläge und Schließmechanismen
Oberflächenqualität
RAL - Türen
Fragen Sie beim Händler gezielt nach RAL-zertifizierten Türen – sie kosten zwar etwas mehr, bieten aber Sicherheit und Langlebigkeit, besonders bei häufig genutzten Innentüren wie Zimmertüren, Wohnungstüren oder Türen für stark beanspruchte Räume.
Preise von Innentüren – was Bauherren wissen sollten
Die Kosten für Innentüren reichen von ca. 50–100 € bei einfachen Standardtüren bis hin zu mehreren hundert Euro für Massivholz- oder Design-Türen.
Entscheidend sind:
Material: Wabeneinlage günstig, Massivholz hochwertig und teurer
Oberfläche: CPL preiswert, Furnier oder Massivholz edel
Bauart: Schiebe-, Falt- und Pendeltüren kosten mehr als einfache Drehtüren
Zubehör und Montage: Griffe, Bänder und professioneller Einbau schlagen zusätzlich zu Buche
Checkliste für Bauherren – darauf sollten Sie achten
Bild: Jeld Wen Türen


