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Ratgeber: Fenster- und Türentausch


Der Austausch von Fenstern und Türen ist eine wichtige Investition, die sowohl den Wohnkomfort als auch die Energieeffizienz eines Hauses entscheidend verbessert. Damit der Ablauf reibungslos verläuft, sollten Hauseigentümer oder Bauherren den gesamten Prozess sorgfältig planen – von der Bestandsaufnahme über Angebote, Lieferzeiten, Fördermittel bis hin zu Terminen mit den Handwerkern.

Planung leicht gemacht


Damit der Austausch von Fenstern oder Türen reibungslos verläuft, sollten Terminabsprachen mit den Handwerkern frühzeitig und gut durchdacht erfolgen. Da viele Betriebe mehrere Wochen oder sogar Monate im Voraus ausgebucht sind, lohnt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme. Erst wenn die Lieferzeiten der neuen Bauelemente feststehen, sollte ein verbindlicher Montagetermin vereinbart werden – am besten mit einem kleinen zeitlichen Puffer, falls sich die Lieferung verzögert.

Wichtig ist außerdem, alle beteiligten Gewerke aufeinander abzustimmen, um Überschneidungen zu vermeiden und einen fließenden Ablauf zu gewährleisten. Eine schriftliche Bestätigung der Termine schafft zusätzlich Klarheit.

Vor Beginn der Montage sollte die Baustelle vorbereitet sein, damit die Arbeiten zügig starten können. Auch die Wetterlage spielt eine Rolle, insbesondere beim Austausch von Fenstern im Bestand. Insgesamt gilt: Gute Kommunikation, realistische Zeitplanung und klare Verantwortlichkeiten sind der Schlüssel für einen stressfreien Ablauf.

Bestandsaufnahme: Der erste Schritt


Eine sorgfältige Bestandsaufnahme ist der erste Schritt, um Fenster oder Türen korrekt zu planen und auszutauschen. Sie zeigt den tatsächlichen Zustand der Bauteile sowie der Anschlussbereiche und ermöglicht realistische Entscheidungen zu Material, Ausführung und notwendigen Zusatzarbeiten.

Fenster

  • Zustand von Rahmen, Laibung und Mauerwerk prüfen
  • Lichtes Maß an mehreren Punkten messen
  • Verglasung, Beschläge und Lüftungssituation dokumentieren
  • Rollladenkästen und Anschlussfugen beachten

Türen

  • Türöffnung, Zarge und Wandaufbau prüfen
  • Türblatt, Beschläge und Schlosskasten erfassen
  • Öffnungsrichtung und Bewegungsfreiraum kontrollieren
  • Anforderungen an Schall-, Brandschutz oder Barrierefreiheit definieren

Wichtig: Ungenaue Messungen oder das Übersehen von Schäden können später zu Fehlbestellungen oder Zusatzkosten führen.

Eine sorgfältige Bestandsaufnahme ist nicht nur ein technischer Schritt, sondern entscheidet darüber, ob Fenster und Türen später perfekt passen, einwandfrei funktionieren und energetisch sinnvoll eingebaut werden können. Wer wichtige Details übersieht, riskiert höhere Kosten, Verzögerungen und unangenehme Überraschungen.



Präzises Aufmaß: Grundlage für einen reibungslosen Austausch


Bevor Fenster oder Türen bestellt werden können, ist ein exaktes Aufmaß unerlässlich. Es bildet die Grundlage für die Fertigung und entscheidet darüber, ob die neuen Elemente später tatsächlich passen. Ein ungenaues Aufmaß kann zu teuren Nachbesserungen, Verzögerungen oder sogar Fehlbestellungen führen.

Frau beim Fenster ausmessen

Tipps zum Aufmaß nehmen

Den Bauzustand berücksichtigen

Beim Aufmaß sollte klar sein, in welchem Zustand sich der Bau befindet. Unverputzte Laibungen, fehlende Bodenbeläge oder noch nicht ausgeführte Dämmungen können die späteren Einbaumaße beeinflussen.


Tipp: Das Aufmaß erst durchführen lassen, wenn alle relevanten Vorarbeiten abgeschlossen oder exakt definiert sind.

Maßpunkte mehrfach prüfen

Fenster- und Türöffnungen sind selten vollkommen rechtwinklig. Deshalb sollten Breite und Höhe **an mindestens drei Stellen** gemessen werden (oben, Mitte, unten).


Tipp: Mit Laser oder professionellen Messgeräten arbeiten lassen.

Mehr über Messen und Anreißen

Einbausituation klären

Soll das neue Fenster in der Mitte, außen oder innenbündig eingebaut werden? Wird eine Aufsatz- oder Vorbaurolllade verwendet?

→ Tipp: Vor dem Aufmaß gemeinsam mit dem Monteur festlegen, wie das Bauelement später sitzt – das beeinflusst oft die Bestellmaße.

Pufferzeiten einplanen

Auch wenn das Aufmaß früh erfolgt, sollten Bauherren ausreichend Zeit für Abstimmungen, Korrekturen und die spätere Bestellung einplanen.

Tipp: Zwischen Aufmaß und Bestellung mindestens ein paar Tage Reserve lassen, falls Anpassungen nötig sind.

Wer sollte das Aufmaß nehmen?
Idealerweise übernimmt ein Fachbetrieb das Aufmaß. Viele Hersteller und Monteure bieten diesen Service an – häufig sogar im Rahmen der späteren Montage. Der Vorteil: Der Betrieb übernimmt die Gewährleistung dafür, dass das Maß stimmt. Wer als Bauherr selbst misst, trägt das Risiko von Ungenauigkeiten.

Angebote einholen: Vergleich zahlt sich aus


Für den Austausch von Fenstern und Türen empfiehlt es sich in der Regel, mindestens drei Angebote einzuholen.
Diese Anzahl bietet genügend Vergleichsmöglichkeiten, ohne den Prozess unnötig zu verkomplizieren. Bei größeren Projekten (komplette Haussanierung, Passivhausstandard, besondere Sonderanfertigungen) können auch 4–5 Angebote sinnvoll sein, um ein realistischeres Bild vom Markt zu bekommen.

Darauf sollten Sie achten

  • Detaillierte Angaben zu Material, Verglasung, Beschlägen, Montage und Zusatzleistungen
  • Vergleichbare Ausgangsdaten für alle Anbieter
  • Lieferzeiten, Montagequalität, Service und Garantien prüfen
  • Zahlungsmodalitäten klären (moderate Anzahlung, Restzahlung nach Fertigstellung)

Angebote richtig vergleichen

  • Mindestens 3 Angebote einholen
  • Transparente, detaillierte Angaben prüfen
  • Montagequalität, Service & Gewährleistung beachten
  • Lieferzeiten realistisch einplanen
  • Preisbewertung: Extrem günstige oder überteuerte Angebote kritisch hinterfragen

Achtung: Pauschal- oder “All-In”-Angebote ohne Detailangaben erschweren den Vergleich
und bergen höhere Kostenrisiken.


Lieferzeiten beachten


Fenster:

Die Lieferzeiten für neue Fenster können stark variieren – je nachdem, welches Material, welche Ausführung und welche Verglasung gewünscht sind. Standardfenster aus Kunststoff sind meist am schnellsten verfügbar und benötigen häufig zwischen 4 und 8 Wochen.

Wer hingegen Holz- oder Aluminiumfenster bestellt oder besondere Anforderungen wie Dreifachverglasung, Sondermaße oder spezielle Sicherheitsstufen hat, muss oft mit 8 bis 12 Wochen oder sogar etwas mehr rechnen. Saisonale Faktoren wie die Hauptbauzeit im Frühjahr und Sommer können die Wartezeit zusätzlich verlängern.

Türen:

Auch bei Türen spielt die Ausstattungsvariante eine große Rolle. Innentüren in Standardmaßen sind häufig deutlich schneller lieferbar und kommen oft schon nach 2 bis 6 Wochen. Anspruchsvollere Modelle – etwa mit Sonderdekoren, Glas-Elementen oder Schallschutzanforderungen – benötigen mehr Zeit.

Haustüren haben generell längere Lieferzeiten, da sie oft individuell gefertigt werden. Hier sind 6 bis 12 Wochen üblich, bei hochwertigen Sicherheits- oder Designhaustüren auch mehr.

Tipp: Lieferzeiten frühzeitig prüfen und in die Terminplanung einbeziehen.

Fördermittel prüfen

Fördermittel prüfen


Bevor der Austausch beginnt, sollte geprüft werden, ob Fördermittel für energieeffiziente oder einbruchhemmende Bauelemente infrage kommen.

Wichtig: Anträge müssen in der Regel vor Beginn der Maßnahme gestellt und bewilligt werden. Wer erst nach Auftragserteilung oder Baubeginn den Antrag einreicht, riskiert den Verlust der Förderung.

Details einblenden

Sowohl für energieeffiziente Sanierungen als auch für Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes bieten Bund, Länder oder Kommunen verschiedene Programme an. Wichtig ist, die jeweiligen Voraussetzungen genau zu kennen – etwa Mindestanforderungen an den Wärmeschutz, den Einsatz zertifizierter Produkte oder die fachgerechte Montage.

Besonders entscheidend ist jedoch der richtige Zeitpunkt: Fördermittel müssen in der Regel vor Beginn der Maßnahme beantragt und bewilligt werden. Wer erst nach Auftragserteilung oder Baubeginn den Antrag stellt, riskiert den Verlust der Förderung. Daher sollten Bauherren sich früh informieren, Angebote rechtzeitig einholen und den Antrag vollständig und korrekt einreichen, um spätere Verzögerungen oder Ablehnungen zu vermeiden.

Handwerker beim Fenstereinbau

Terminabsprachen mit Handwerkern


Gute Terminplanung ist entscheidend für einen reibungslosen Ablauf. Handwerker sollten frühzeitig kontaktiert werden und die einzelnen Gewerke, wenn es die gibt (z.B. Komplettsanierung), aufeinander abgestimmt werden. Wie bereits oben beschrieben, ist eine Beachtung der Lieferzeiten ein wichtiger Faktor. Oftmals unbeachtete Punkte sind die Witterungsverhältnisse und das Vorbereiten der Baustelle. Werden Parkgenehmigungen benötigt, müssen diese beantragt werden. Lassen Sie sich die abgesprochenen Termine schriftlich bestätigen.

Tipp: Realistische Zeitplanung, klare Verantwortlichkeiten und regelmäßige Kommunikation verhindern Verzögerungen und unnötige Kosten.

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