Balken

Schnittholz, dessen größere Seite im Querschnitt (a * b) mindestens 20 cm beträgt. Man unterscheidet weitere Schnittarten die Auswirkungen auf das "Schwinden" des Holzes haben:

  • Ganzholz
  • Halbholz
  • dreistielig
  • Kreuzholz

Im Bauwesen ist der Balken ein ein Bauelement meist in der Gestalt eines rechteckigen Körpers (aus Holz, Stahl oder Stahlbeton) zur tragenden Unterstützung oder Bildung einer Decken- bzw. Dachkonstruktion. Dabei wird weiter unterschieden:

  • Balkenlage: Konstruktion aus Balken zur Überdeckung von Räumen
  • Balkenbrücke: Im Fachwerk laufen die Träger über die gesamte Spannweite

 

Bänder

  1. Band oder auch Bund ist ein altes Zählmaß, entspricht = 30 Stück
  2. Bauwesen:
    1. Schmaler waagerechter Mauervorsprung (Gesims)
    2. Fenster und Türbeschläge, mit denen die Fensterflügel am Blendrahmen, die Türen am Türfutter oder an der Zarge, Blendrahmen usw. beweglich aufgehängt werden.
    3. Man unterscheidet mehrere Arten wie Einstemmband, Topfscharniere, Fitschen, Aufschraubband, Schippen- und Winkelband u.v.m.
    4. Winkelverbindungen zwischen Stuhlsäulen und Pfetten oder Rahmen hölzerner Dachkonstruktionen (Kopfband).

 

Bankhaken

Als Bestandteil der Hobelbank dienen sie zum Einspannen längerer, flacher Werkstücke. Aufgrund der Blattfeder können sie in variierender Höhe eingespannt werden.

Neben den herkömmlichen Bankhaken gibt es noch die Spitzbankhaken und die Seitenbankhaken.

Bankknecht

An der Hobelbank zur Unterstützung von langen, schweren Werkstücken wie z.B. Türblätter. Der Augfliegesattel ist in der Höhe verstellbar.

Baumkante

Auch Fehl- oder Waldkante, ein für den Tischler bedeutendes Qualitätsmerkmal. Sie gibt an wie viel Holz bis zur Scharfkantigkeit fehlt.

Biegefestigkeit

Die Biege- oder auch Tragfestigkeit, ist der Widersand gegen das Durchbiegen. Das Maß der Durchbiegung hängt ab von der Größe der Belastung der freitragenden Längen.

Blockware

Kompletter Stamm, der durch ein Vollgatter gesägt und unbesäumt in den Handel kommt. Häufig von Treppenbaufirmen gekauft. So wird gewährleistet, das Holzmaserung bzw. Textur und Farbe aus ein und dem selben Stamm entnommen werden.

Bohlen

Schnittholz; die Breite muss mindestens doppelt so groß sein wie die Dicke. Die Dicke muss mindestens 40 mm betragen, erst dann spricht man von einer Bohle.

Bretter

Schnittholz; die Breite muss mindestens 8 cm betragen. Die Dicke darf nicht weniger als 8mm aber nicht mehr als 39 mm betragen, erst dann spricht man von einem Brett.

Beschläge

Beschläge dienen zur Sicherung, zum Verbinden und erhöhen der Stabilität oder auch als Beschmückung von Möbeln, Türen u.s.w.
Früher waren dies Hauptsächlich Erzeugnisse der Schmiedekunst (Türschlösser, -klopfer, Schubkastengriffe). Heute sind sie oftmals aus Kunststoff.

Bandeinlage

Ein einfarbiger oder gemusterter Furnierstreifen, der für dekorative Ränder verwendet wird.

Bast

Innenrinde lebend. In der Bastschicht erfolgt der Abwärtstransport und die Verteilung der Aufbaustoffe.

Frage im Tischlertest

Blase

Siehe Kürschner

Blatt

Die kleinste Furniereinheit. Meistens werden 16, 24 oder 32 Blätter zu einem Paket gebündelt.

Blindfurnier

Unterste Qualitätskategorie bei Furnieren, die meist nur noch als Absperrfurniere oder für nicht sichtbare Flächen verwendet werden. Verkauf erfolgt im Handel Paketweise, ist aber auch nach Gewicht möglich.

Blume

Das Furnierbild eines Stammes das entsteht, wenn über das Herz hinweg gemessert wird. Ergibt den sogenannten kathedralen Aufbau.

Buch

Vor allem bei Schreinern und Tischlern gebräuchlicher Ausdruck für ein Paket Furnier. Dieser rührt daher, dass wie in einem Buch die Furnierblätter aufeinanderfolgen.

Buchs

Bei Nadelhölzern durch unregelmäßigen Jahrringaufbau entstehende Zonen, die besonders hart sind und daher Schwierigkeiten bei der Verarbeitung des Furniers ergeben (Druck-, Zugholz).

Bügeltrockner

In der Furnierindustrie verwendeter Trockner. Zusätzlich zum Düsentrockner werden die Furniere hier zwischen umlaufenden großen Trommeln gepresst, um Welligkeit zu vermeiden.

Buntheit

Ausdruck für unregelmäßigen Wechseldrehwuchs, der im Furnier eine mehr oder weniger unregelmäßige Zeichnung hervorruft.

Basen

Basen sind feste Stoffe, die in Wasser gelöst (Lauge) alkalisch reagieren und mit Säuren unter Wasserabspaltung Salze bilden.
Laugen sind gefährlich. Sie verätzen die Haut oder Kleidung. Mit Lackmuspapier können Basen nachgewiesen werden, da es sich blau verfärbt.

Bekannte Basen mit dem der Tischler in Berührung kommen kann, sind die Kalklauge (gelöschter Kalk im Putzmörtel) und (eher selten) Salmiakgeist zum Räuchern von Eichenholz.

Bandbezugslinie

Genormte Maße für den Bandsitz an Türblättern. Dadurch wird ein einheitlicher Sitz der Bänder garantiert.

Brettbau

Möbelbauart; wobei die einzelnen Teile aus verleimten oder unverleimten Brettern bestehen. Das Arbeiten des Holzes ist zu berücksichtigen. Bei den Holzverbindungen kommen eher die klassischen Verbindungen in Frage.

Siehe auch: Stollenbau, Plattenbau, Rahmenbau

BG-Test Prüfzeichen

Bei herkömmlichen Tischlerarbeiten an Maschinen müssen Werkzeuge für den Handvorschub zugelassen sein. Die angegebene Umdrehungszahl darf niemals über- oder unterschritten werden.

Um Unfälle und die daraus resultierenden Verletzungen so gering wie möglich zu halten, müssen diese Werkzeuge gewisse Kriterien erfüllen:

  • Spandickenbegrenzung
  • weitgehend kreisrunde Form
  • enge Spanlücken
  • Rückschlagarm

Erst wenn diese Anforderungen erfüllt werden erhalten die Werkzeuge das BG-Test Prüfzeichen.

Bernstein

Das Harz vorweltlicher Nadelbäume. Die Schmelztemperatur liegt bei 290 bis 380o C.

Das harte Harz kann in Alkohol oder Öle gelöst zur Herstellung harter Lacke verwendet werden.

Bohrlochimpfung

Auch Bohrlochverfahren. Verfahren des bekämpfenden Holzschutzes. Ein Sonderverfahren als Sanierungsmaßnahme bei mit Hausbockkäfern befallener Balken und Kanthölzer.

Bahiaholz

Bahiarotholz, echtes Brasilienholz, stammt von Caesalpinia brasiliensis und wird über Bahia und Buenos Aires unter anderem in Blöcken von 10-60 kg exportiert.

Bahiaholz gibt gleich den übrigen Brasilhölzern seinen roten Farbstoff an kochendes Wasser ab und wird/wurde zum Färben von Textilien benutzt.

Balkenkopf

Der Balkenkopf ist das vorkragende Ende des auf einer Wand ruhenden Balkens. Diese wurden früher, teilweise auch noch heutzutage in der Regel bei der Restauration, künstlerisch gestaltet.

Baluster

Untersetztes, reich profiliertes Säulchen mit rundem oder polygonalem Durchmesser aus Holz (Docke), Stein oder Metall. In der Antike und im Mittelalter dienten Baluster als Pfosten in der Möbelkunst besonders für Repräsentationsmöbel.

Verwendung in der Architektur fanden sie erst seit der Renaissance als Tragglieder eines Geländers.

Balustrade

Eine niedrige Säulenreihe als Brüstung und Geländer an Treppen, Terrassen und Balkonen. Die Einzelsäule nennt man Baluster

Bankeisen

Ein gelochtes Flacheisen mit Spitze. Diente zum Eintreiben in die Wand, um Bretter, Fenster und Türrahmen an der Mauer zu befestigen.

Beize

Lösung zur Oberflächenbehandlung von verschiedenen Materialien.

  • Metallbeizen werden verwendet, um Metalle gegen Korrosion zu schützen oder um z.B. Silber, Kupfer, Zink künstlich ein altes Aussehen zu verleihen.
  • Holzbeizen dienen zur Färbung von Oberfläche von Holz. Sie verdecken nicht wie die gewöhnlichen Malerfarben die Maserung, sondern heben sie hervor.

 

Bandage

Der Belag auf der Bandrolle der Bandsäge. Die Bandage kann aus Kork, Gummi oder Kunststoff sein. Sie schützt das Sägeblatt vor Beschädigungen. geschrieben von: nicki

Buche

Rotbuche, Fagus silvatica, europäischer Waldbaumaus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae) mit vorwiegend atlantischer Verbreitung. Geschlossene Bestände finden sich hauptsächlich in Westeuropa.

Die Buche bildet hohe schlanke Stämme mit silbergrauer, glatter Rinde und rötlichen Holz.

Die dreikantigen Nüsse (Bucheckern) sind reich an Öl und sitzen zu zweit in einem Fruchtbecher.

Buntbartschloss

Das Buntbartschloss ist ein Türschloss einfacher Bauart. Die Sicherheit am Buntbartschloss ergibt sich ausschließlich aus der Form des Schlüssellochs, die das Einführen eines anders geschweiften Schlüsselbarts verhindert. Die Sicherheit lässt sich durch Besatzungen und Mittelbruch erhöhen.

In der Renaissance erleben diese Art der Schlosssicherung ihren Höhepunkt, als kunstvolle Gewirre in Kapellen das Einführen eines nicht passenden Schlüsseln verhindern sollten.

Basquille

Der Basquille-Verschluss ist ein vom französischen Schlossermeister Basquille im 18. Jahrhundert entwickelter Riegel. Er ist einem Einsteckschloss ähnlich in den Stulp von Standflügeln oder Schiebetürelementen eingelassen. Bei Bedarf wird ein Schlaufengriff herausgedrückt und der Flügel bewegt.

Basquilles waren vormals üblich bei Schiebetüren mit Raumteilerfunktion, sie ergeben völlig ebene und beschlagfreie Oberflächen, sowohl in der Ansicht als auch am Stulp.

Betriebsanweisung

Die Betriebsanweisung ist im Gegensatz zu einer Betriebsanleitung ein Dokument, welches ausschließlich auf Gefahren hinweisen soll.

Betriebsanweisungen müssen in Deutschland für biologische Arbeitsstoffe, Gefahrstoffe und deren Zubereitungen, die diese Stoffe über bestimmte Prozentsätze hinaus enthalten und für Maschinen und andere technische Anlagen erstellt werden.

Der folgende Inhalt für die Betriebsanweisungen wird z.B. von den Berufsgenossenschaften vorgeschlagen:
1. Anwendungsbereich
2. Gefahren für Mensch und Umwelt
3. Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
4. Verhalten bei Störungen
5. Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe
6. Sachgerechte Entsorgung / Instandhaltung (bei Maschinen / technischen Anlagen)
7. Folgen der Nichtbeachtung

Betriebsanweisungen für Stoffe und Zubereitungen können aus den für Gefahrstoffe vorgeschriebenen Sicherheitsdatenblättern abgeleitet werden. Wie das geht, beschreiben viele Berufsgenossenschaften in Merkblättern und Arbeitshilfen.

Frage im Tischlertest

Baldachin

Eine Blende in Küchenfarbe oder passender Kombinationsfarbe, oftmals mit angesetztem Kranzprofil. Ein Baldachin stellt die Verbindung über dem Fenster oder zwischen zwei Oberschränken her. Dieser Baldachin hat dann oftmals Halogenstrahler, die neben dem guten Aussehen noch den Vorteil haben, dass die Arbeitsfläche optimal ausgeleuchtet wird.

Als Baldachin werden auch oftmals Böden bezeichnet, die über den Oberschränken nach vorne überstehen, in den Raum ragen oder über Bartheken angebracht sind. Baldachine werden oft auch verwendet, um eine Verbindung zwischen einer Inselhaube zu einer Außenwand herzustellen, um den Lüftungskanal nach außen führen zu können.

 

Baumsparvertrag

Unter einem Baumsparvertrag versteht man ein spezialisiertes und günstiges Anlageprodukt das eine hohe Rendite von bis zu 10 % p.a. verspricht.

Beim Baumsparvertrag wird in die Nutzholzaufforstung investiert. Bei monatlichen Sparraten von nur 30 € werden Bäume in Panama gepflanzt und für die Dauer von 25 Jahren bis zum Verkauf gepflegt.

Durch die Vermarktung dieser Edelhölzer entsteht eine Rendite von prognostizierten 9,65 € bei geringem Risiko durch die niedrigen Sparraten.

Rechtlich besteht der Baumsparvertrag aus einem Pachtvertrag und einem Forstdienstleistungsvertrag. Die Laufzeit beträgt hierbei 25 Jahre.

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